Ich habe keine Kinder. Ich habe Heulbojen. Eine ständig, die andere nur, wenn (wie jetzt) grad ein Zahn durchkommt.
Mal ehrlich – hat einer vielleicht doch noch den ultimativen Zu-Bett-geh-Tipp? Wir haben A_L_L_E_S versucht. Vorlesen, erzählen, Mond aus, Kuss, dann raus gehen. Geschrei. Jeden Abend, kein “Lernfortschritt”, so von wg. es kommt eh keiner.
Vorlesen, erzählen, Mond aus, Kuss, dazu legen. Kein Geschrei. Aber gemeinsamer Abend für Eltern (seit MONATEN!) gestrichen. Darauf habe ich keine Lust mehr. Warum, warum, warum verdammt noch Mal jeden Abend, immer zu, seit 2,5 Jahren!!!??? Ich weiß, ich weiß, meine Einträge klingen immer alle so negativ – aber 2,5 Jahre abendliches Geschrei – und ich meine GeSCHREIIIII – machen einen einfach mürbe. Extremely brittle möcht ich mal sagen. Kurz vor’m Ausrasten. So, dass man schon gar keine Lust mehr hat, das Abendritual überhaupt noch nett zu gestalten.
Wer weiß, wieviele Jahre das noch so weiter geht? Ich wiederhole mich, aber – ich mag nicht mehr.
Leider, leider habe ich keinen Tipp für dich – nur eine Tüte Kraft außer der Reihe.
Und vielleicht die Idee, das Ritual einfach mal zu durchbrechen. Hat bei uns bisher immer geholfen. Wenn Mama mal nachhaltig die Nase voll hat, muss der Papa (oder die Omi) mal für ein paar Tage ran. Madame war dann bisher immer so verdutzt, dass sie die große Lieschenshow einfach abgesagt hat. Und bei Gebrüll hat bei uns bisher auch nur Konsequenz geholfen – nach drei Brülltagen war es (fast) immer vorbei. Ich denke ja, die Wänster spüren irgendwie, wenn man auch nur einen Funken Unsicherheit in sich hat. So wie Hunde die Angst des Menschen spüren. *jahaaa, blöder Vergeich* Also versuche ich, bei mir selbst anzufangen … ach menno, ihr schafft das schon. Ganz bestimmt.
Danke für das Kraftpaket!
Das mit dem Spüren der Unsicherheit stimmt genau, und deshalb wechseln Matthes und ich uns auch ganz oft ab. Von daher ist das im Moment leider keine Möglichkeit, das Ritual zu durchbrechen. Aber an die Oma hab ich auch schon mal gedacht.
Nun denn, sie ist vor lauter Weinen eingeschlafen. Ich Böse, ich. Menno.
also ich hab auch kein wirklichen tipp.
ich sag dir nur, was bei uns geholfen hat. Ich lasse Lukas keine Wahl. D.h. ich sage “Jetzt gehts ins Bett!” Er neinneinnein fängt an rumzujammern.
ich sage: “Willst du einen Schnuller?”
er neinneinnein gejammer (weil er weiß es geht dann ins bett)
ich: “dann gehts ohne schnuller ins bett!” und gehe richtung Kinderzimmer
er äht jammert
ich: “Willst du doch ein Schnuller?”
er: “ja!”
Und schon fängt er an sich mit der Situation abzufinden. Das wiederholt sich dann nochmal mit dem Gute-Nacht-Lied und Licht-aus. Und dann wars das auch schon.
Natürlich hat das nicht von anfang an geklappt… Und es hat bei uns funktioniert, daher gebe ich keine erfolgsgarantie
Du nicht böse. Du Muddi, die es einfach in dem Fall besser weiß, dass jetzt Schlafen und nix anderes mehr. Durchhalten!! An der Ziellinie winkt ein Abend mit dem Liebsten von sieben bis sieben … oder so. Ihr schafft das. ;o)
Ich wünsch Euch auch ganz viel Kraft.
Die Zwerge sehen es anscheinend echt darrauf ab, ihre Eltern in den Wahnsinn zu treiben. So können sie sie mit erreichen des 18ten Lebensjahres einweisen und entmündigen lassen und kommen früher an ihr Erbe.
Wahrscheinlich endet das Gezeter erst, wenn sich irgendwann der Freund dazu legt. Oder fängt dann wieder an. *prust*
Das möchte ich mir aber noch gar nicht vorstellen.
Neuer Tag, neues Glück, im Moment ist alles etwas besser. Immerhin etwas geputzt, Opa Ulli war da, und gleich geht’s zu Marthas Freund zum Spielen. Ablenkung, Ablenkung und – noch 1,5 Tage, dann fängt Matthes Elternzeit an!
Oh man, ich bewundere wirklich was Du machst und wie Du das wegwuppst mit 2 Kindern.
Ich bin derzeit beruflich dermaßen gefrustet & gestresst, daß mir das Geschrei in der Nachbarschaft- Kinderspielplatz, Schule, soziales Brennpunkt im Ausläufer- ziemlich auf den Geist geht. Ich liebe Kinder, aber im Moment bin ich ohne Geduld…Deshalb liegt das Projekt noch auf Eis.
Ich frage mich manchmal, ob man sich gleich nach der Geburt schonmal ne Supernanny buchen sollte, damit in der Hinsicht nichts schiefgeht;-)
Ich hätte soviel Schiß etwas falsch zu machen…..
Die Primärfamilie ist ja doch recht wichtig, bei den Peergroups ist weniger Einfluß möglich (mehr über die vermittelten Werte und Normen), aber bei der Gesellschaft kaum noch…
Hrm
Bei Martha klingt es ja doch n bißchen nach Austesten,
sie kriegt mit dem Gebrüll ja meist ihren Willen.
Daß sie unterwegs keine “Zicken” macht, zeigt ja, daß sie da sehr wohl unterscheiden kann.
Wenn Ihr Euch nach dem Geschrei immer mal wieder bei Ihr ins Bett kuschelt, wird sie ja intermittierend verstärkt. Was dann sehr löschungsresistent ist. (verhaltenstherapeutisch)
Das zu durchbrechen ist sicherlich schwierig, weil ihr als Eltern wahrscheinlich eh befürchtet, Martha könnte wegem dem kleinen Geschwisterchen etwas zu kurz kommen.
(Ist sie nach einem Bespaßungstag in der Lage allein zu schlafen?)
Halt die Ohren steif!!!
Du kriegst das glaub ich schon ganz gut hin.
glg
Sonni