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Martha-Bartha

Idas Lieblingskosewort für ihre große Schwester ist seit ca. einer Woche Martha-Bartha. Ob es daran liegt, dass wir sie oft Ida-Pida nennen? Martha findet das meist gar nicht lustig, sie mag es auch nicht, wenn eins der Tagesmutterkinder sie Marth-i nennt. Dabei meint Louis das glaub ich wirklich als Kosewort.

Ansonsten stetiges Hauen und Stechen, gelegentlich auch Beißen, zwischen den Geschwistern. Ich kann nicht sagen,ob es über das normale Maß hinaus geht, da ich als schnödes Einzelkind aufgewachsen bin, aber ich finde es jedesmal total daneben. Aber die seltenen innigen Momente gibt’s immerhin auch. Wenn Ida z.B. allen um sie herum ein Küsschen gibt und Martha auch eins bekommen soll. (Und die es dann sogar auch zulässt.) Oder wenn Martha Ida zum Spielen in ihr selbstgebautes Häuschen hinter Omas Ohrensessel einlädt. Wie gesagt, noch sind solche Szenen selten. Gegenseitiges Trösten z.B. wenn eine von beiden hingefallen ist, kommt gar nicht vor. Nun denn, abwarten. Manch ein Schwesterpaar hat sich ja gar erst im Teeniealter zusammen gerauft. Und manche eben auch nie. Wir werden’s sehen.

19 Monate und 20 Tage

So alt war Martha, als Ida zur Welt kam. Und so alt ist Ida zwar nicht heute, aber heute in einer Woche. So ein kleiner Wicht war unsere Motte damals also – kein Wunder, dass sie damals  tüchtig aus der Bahn geworfen wurde. *seufz*

Feuerwehrfest

Wir weilen mal wieder bei meinen Schwiegereltern, da mein Papa und mein Onkel großen Arbeitseinsatz bei uns Zuhause leisten – das Dachgeschoss wird für die Kinder aus- bzw. umgebaut. Entsprechend stehen die restllichen Zimmer pickepackevoll mit Krams und es blieb kein Platz für uns. *hüstel*

Und wie es der Zufall *erneuteshüstel* so will, steht Marthas Highlight des dörflichen Lebens der Großeltern an: KINDERTANZ! Im Zuge des Feuerwehrfests der hiesigen Freiwilligen Feuerwehr gibt es Sonntag nämlich Spiel und Spaß und Tombola für die Kleinen. Sie erinnert auch noch genau den Preis des letzten Jahres, der allerdings mittlerweile meist unbeachtet ein Schubladendasein führt. Egal – ich freu mich auch schon drauf, denn es bedeutet Abwechslung!

Fotos folgen dann allerdings erst nach unserer Rückkehr, ansonsten würde ich höchstwahrscheinlich den großelterlichen PC ob der Datenmengen lahmlegen…

Uuaah, gähn.

Wir sind umgezogen. Also, nicht weggezogen, sondern innerhalb unseres Hauses wurden und werden Zimmer getauscht. Als erstes wurde unser Schlafzimmer von ganz oben unter’m Dach in den 1. Stock verlegt und ist auch gleichzeitig Arbeitszimmer geworden. Alle Menschen, die von Zuhause aus arbeiten (z.B. Lehrer oder so) werden ggf. erstaunt die Brauen hochziehen, aber ja, ich will das mal versuchen. Eigentlich widerstrebt mir die Vorstellung, die Arbeit auch noch vom Bett aus sehen zu müssen, aber wir wollen Platz für die Kinder schaffen und dann muss man eben Kompromisse eingehen. (Und ich habe ja auch noch etwas über ein halbes Jahr, bevor das mit dem Arbeiten wieder ernst wird.)

Wie dem auch sei – irgendwie muss ich mich wohl tatsächlich erst an die neue Situation gewöhnen. Ich, die sonst schon schläft ehe der Kopf das Kissen berührt, lag gestern abend bestimmt eine halbe Stunde vor dem Einschlafen HELLwach im Bett. Und nachdem Ida mich dann heute früh um 4.15Uhr geweckt hat, kann ich nicht wieder einschlafen. Verrückt. Am Sonntag um 5.49Uhr aufzuräumen und am PC zu sitzen ist doch – total bescheuert. Nun denn, immerhin kann ich dann den Einkaufszettel für den heutigen Ik.ea-Besuch schreiben…

Geschützt: Foootooos!

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Panik?

Bis eben haben mich meine Hals- und Gliederschmerzen zwar gestört, aber ich hab mir nix dabei gedacht. Aber dann fiel mir der Zeckenbiss ein und nun möchte ich bitte zum Arzt.

Wir verkaufen grade haben eines unserer Auto verkauft. Mit Verlust, denn wir hatten viel reingesteckt, uns aber ja nun eine Großraumlimousine zugelegt und dann musste der Passat gehen. (*schnief*) Wie auch immer, Martha hat das natürlich mitbekommen und meinte “Das Auto soll aber nicht verkauft werden.”

Ich: “Warum denn nicht? Du hast doch gesagt, dass der kleine Schwarze und das große neue Auto nicht verkauft werden sollen. Eins muss aber gehen, wir sind ja nur zu zweit – Papa braucht ein Auto und Mama braucht ein Auto, ein drittes brauchen wir nicht.”

Martha: “Aber wenn ich groß bin, dann brauch ich doch AUCH ein Auto! Und Ida auch!”

Ich: “Naja, bis dahin ist ja noch etwas Zeit. Dann finden wir schon noch ein anderes! (Der Passat wäre dann so um die 40 Jahre alt…) Außerdem musst du dann ja auch erst noch fahren lernen.”

Martha: “Ja, und dann geh ich wählen!” (Sie war neulich erst mit Opa und Oma bei der Europawahl, dann mit mir und dann noch einmal mit Matthes – scheint einschneidender gewesen zu sein, als ich dachte. :) )

Meilenstein II

Auf den zweiten Meilenstein warte wir noch. Irgendetwas muss unsere Kleinste ausbrüten, denn die ist momentan oft sehr unleidlich. Mal ganz abgesehen davon, dass ich wieder fast jede Nacht einmal bzw. eher eine Stunde lange bis zu 6 Mal hoch darf, ist sie einfach – greinig. Unzufrieden. Aber süß.

Und sie kommuniziert wie wild. Nicht mit Worten, Ida hat’s eher mit der Zeichensprache. Eine sich schnell öffnende und schließende Hand heißt z.B. ‘haben’. Möchte sie einen Label.lo, so führt sie die entsprechende Bewegung (eincremen des Mundes) durch. Hat sie Durst, so haucht sie ein ‘haaa’, hat sie Hunger, ein ‘hoo’. Sie verbindet Leute/ Orte mit den entsprechenden Besonderheiten. Neulich habe ich einen Blumenkohl von Blättern gesäubert  – sie zeigte drauf und machte “Gack, gack – Oouuma!”. Ganz klar – der Grünabfall ist eigentlich für Omas Hühner. Oder sie sieht Schwalben und sagt “Baby” und hüpft auf und ab. Für uns auch ganz klar – Bekannte im Dorf der Schwiegereltern haben ein Baby, und eben auch Schwalben und ein Trampolin.

Und sie könnte schon mehr Worte, aber sie ziert sich etwas. So wie Martha erst gelaufen/ geklettert ist, als sie ganz sicher war, nicht mehr zu fallen, so scheint Ida neue Worte erst auszusprechen, wenn sie diese auch wirklich gut sagen kann. Verneinte sie früher mit “Na!”, so kommt jetzt ein glasklar artikuliertes “NAIIIIN!”. Ich bin gespannt ob ihre Unleidlichkeit ggf. in der Erweiterung ihres Wortschatzes mündet.

Meilenstein

Martha hatte diese Woche einen Lauf. Sie war zuckerst, einfach zauberhaft. Und auf einmal so – selbständig. Kein Weinen, als es zur Tagesmutter ging. Stattdessen ein “Ich fahre nämlich gleich weg. Aber da darfst du noch nicht hin.” zu Ida. Und selbst dieser olle Regen, der den Donnerstagvormittag zu einer Qual für die Kinder und mich werden ließ, hatte etwas Gutes. Ich bin nämlich mit den Kindern um 16.15Uhr aus dem Haus zum Möbelsch.weden geflüchtet – und erlebte Erstaunliches. Nicht nur, dass es die Zubehörteile, die ich für mein altes I.v.ar-Regal brauchte, natürlich nicht mehr gibt, nein. Martha war zum ersten Mal und GANZ ALLEIN und ohne dass ich sie nach einer Durchsage wieder abholen musste – im Småland!

Eigentlich bin ich nur aufgebrochen, damit die Kinder im kleinen Bällebad unter der Treppe toben konnten und meinetwegen noch in der Kinderabteilung die Betten durcheinander bringen sollten. Auf der Hinfahrt fiel mir dann aber ein, dass Martha ja nun alt genug für das ‘Kinderparadies’ ist. Im Leben hätt’ ich nicht gedacht, dass sie da auch hin will. Nachdem ich ihr aber davon erzählte (RIIIEEESEN Bällebad, Spielküche, Rutsche, etc.), war sie ganz angetan und kaum war der Parkplatz in Sichtweite, quietschte sie und meinte “Ich bin schon ganz aufgeregt!” Trotzdem dachte ich, dass sie spätestens beim Ausfüllen der Anmeldung einen Rückzieher macht. Aber nix, die kleine Madame stolzierte mutig und allein in die Horde der fremden Kinder. Und ich war geplättet. Hechtete mit Ida, die natürlich auch gern mit gegangen wäre, schnell zu den Punkten, die ich mir angucken wollte und lauschte ständig auf die Durchsagen. Aber es kam keine! Zu lange wollte ich dieses erste Mal aber natürlich nicht ausreizen, aber als ich sie abholte, war sie vergnügt und guter Dinge.

Ich bin ganz stolz. Vor allen Dingen darauf, dass sie so brav zur Tagesmutter gegangen ist. Als ob man einen Schalter umgelegt hätte.

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Festhalten

Es gibt Tage, Stunden, Momemte, Erlebnisse, die möchte ich für immer in mir festhalten können. Oft frage ich mich dann, ob ich mich später, in 5, 10, 20 Jahren noch an diesen speziellen Moment erinnern werde, aber aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen nehme ich an, dass es nicht so sein wird. Und das ist einer der Gründe, weshalb ich hier schreibe.

Gestern war mal wieder ein Nachmittag, den ich am allerliebsten bis ins kleinste Detail speichern würde, um dann zu gegebenem Zeitpunkt die Stimmung auch genau so wieder abrufen zu können. Ein perfekt temperierter Tag, die Kinder tollten ausgelassenbei den Schwiegereltern über den Hof und vergnügten sich mit einem geerbten Gartenschlauchspringbrunnen. Das Wasser aus dem Schlauch war natürlich äußerst frisch, so dass sie quietschten wie kleine Ferkel. Quiekte Martha, so tönte Ida gleich mit. Martha war eher zurückhaltend, überließ Ida das Feld, die sich ungebremst in die kalten Fontänen stürzte. Es nahm ihr oft den Atem, und sie japste, sog die Luft tief ein, nur um erneut die Herausforderung anzunehmen. Sogar den Kopf steckte sie absichtlich in die Strahlen des Rasensprengers. Ein Wonne, die Kinder so auf das Jetzt konzentriert zu sehen.

Irgendwann war es zu kalt wir trockneten die Mäuse ab und legten setzten uns auf eine große Decke und Martha sprach: “Wir könnten doch ein Picknick machen!”. Karin holte Eis am Stiel, es wurde gekleckst, gelutscht, geschleckt – nur um anschließend in einer kleinen Plastikwanne mit diesmal warmen Wasser weiterzupanschen. Dieses Kinderjuchzen klingt noch jetzt in meinen Ohren…und vielleicht war es ganz gut, dass die Akkus sämtlicher Kameras gerade leer waren, so musste ich mir die Bilder mit meiner persönlichen ‘Linse’ merken.

Ansonsten passiert es nämlich, dass man einmal kurz die Augen abwendet, sich wieder zurück dreht und sieht, wie die Kleinste, die scheinabr schnurstracks ins Wasser gelaufen sein muss, bäuchlings im Wasser liegt und rudert und von allein nicht wieder zum Stehen kommt.

Dies ist einer der Momente, die nich eigentlich gar nicht hätte erfahren wollen, ihn aber für mich und alle anderen Eltern da draußen als, hm, Warnung hier festhalten muss.

Und glaubt ma ja nicht, dass Ida da draus etwas (Respekt vor’m Wasser?) gelernt hätte…kurze Zeit später das gleich Spiel noch mal, aber da hab ich bewusst aufgepasst und abgewartet, ob es vielleicht doch einen Lerneffekt gab. Mitnichten. Unsere Schwimmweste liegt natürlich Zuhause.

Riesenfrosch

Statt ans Meer zu düsen habe ich es heute tatsächlich geschafft, unsere Ablage der letzten 12 Monate Jahre zu sortieren. Damit ist ein riesiger Frosch gekillt und ich kann morgen mit den Arztrechungen weitermachen…

Mir schwirren im Moment so viele Gedanken durch den Kopf. Ich denke mit flauem Magen an meinen Arbeitseinstieg im Februar. Eine Zeit lang habe ich diese Gedanken willentlich abgeblockt, doch ein Anruf meines Schulleiters und die Planung der Kinderbetreuung zwingen mich nun zu einer Auseinandersetzung.

Heute habe ich immerhin schon ein wenig alte Unterrichtsmaterialien  aus dem Referendariat (aus-) sortiert und gewöhne mich immer mehr an die Aussicht. Sogar soweit, dass ich kurz überlegte hatte, schon nach diesen Sommerferien einzusteigen. Frei nach dem Motto: wenn schon, denn schon gleich. Diesen Plan habe ich aber wieder verworfen, wir gönnen uns noch ein halbes Jahr ‘Übergangszeit’ – so dass Martha sich an den Kindergarten gewöhnt hat und Ida sich auch bei der Tagesmutter eingelebt hat. Bis jetzt sieht es so aus, dass Martha einen KiGaPlatz bis 12Uhr hat, ich aber noch hoffe, dass es (spätestens bis Februar) mit einem 14Uhr Platz klappt. Und Ida soll ab September zwei Tage pro Woche von 9-14Uhr zu Marthas jetziger Tagesmutter gehen.

So habe ich dann knapp ein halbes Jahr zwei Vormittage pro Woche, in denen ich eigentlich ja schon arbeiten könnte. Oder mich wenigstens auf die anstehende Arbeit vorbereiten könnte. Oder ungestört putzen könnte. Oder, oder, oder. Eigentlich müsste ich tatsächlich arbeiten, schließlich muss die Kinderbetreuung ja auch bezahlt werden. Alles nicht so einfach, aber wem sag ich das.

Webcam

Tolles Ding so’ne Webcam! Den Rechner haben wir jetzt schon, na, drei/ vier Monate, aber erst jetzt hab ich’s mal geschafft das Ding auszuprobieren. Jetzt würd ich gern mal damit telefonieren. Aber dazu braucht man wohl auch noch ein Headset, oder?Picture0001

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